Seit Mittwochabend waren wir in Rothenburg ob der Tauber unterwegs – dort begann am Donnerstagnachmittag die 69. ASC-Deutschlandrallye, auch als „Schnauferlrallye 2026“ bekannt.
Die Organisation und Durchführung oblag der Gründungslandesgruppe Nordbayern des ASC; die Planungen für die Veranstaltung hatten bereits vor über zwei Jahren begonnen.
Ich selbst hatte die grosse Ehre, als Mitglied des rund dreissigköpfigen „Orga-Teams“ in der ganz heissen Phase vor Ort mitwirken zu dürfen. Unglaublich, was da alles in letzter Minute noch organisiert und abgestimmt werden muss – und noch unglaublicher, dass tatsächlich alles fast perfekt funktioniert hat.
Es waren hundert Fahrzeuge gemeldet (damit war die Veranstaltung restlos ausgebucht), und durch einige Absagen konnten auch Nachrücker berücksichtig werden.
Schlußendlich waren tatsächlich über 95 Fahrzeuge fahrfähig und startbereit, wobei das im Programmheft aufgeführte Starterfeld in der Realität dann doch etwas anders aussah.
Das älteste Fahrzeug mit Baujahr 1902 nahm tatsächlich teil und konnte problemlos an beiden Tagen die (für die „Messingfahrzeuge“ verkürzte) Rundfahrt problemlos absolvieren.
(Link zum Album „Teilnehmerfahrzeuge“) – externes Angebot
Die Rundfahrten durchs Rothenburger Umland, bis zum Würth-Museum in Künzelsau (Baden-Württemberg) führten über tolle Sträßchen, teilweise anspruchsvolle Kurven- und Bergstrecken bei bestem Wetter durch unsere Heimat. Ein kleiner Regenschauer am Freitagfrüh konnte die gute Stimmung nicht trüben.









Was war denn mein Job?
Nach dem Start der Fahrzeuge am Rothenburger Marktplatz fand die erste Zeitprüfung bereits nach rund drei Kilometern kurz hinter der Stadtgrenze statt, und ausgangs der Zeitprüfung mussten dann alle durchkommenden Fahrzeuge registriert und – je nach Baujahr / zu fahrender Route – passend im Minutentakt auf die Strasse geschickt werden.
So konnte ich an beiden „Fahrtagen“ zwischen 09:00 h und 11:30 h alle Fahrzeuge des Startfeldes live erleben und mit den Insassen jeweils ein paar Worte wechseln.
Interessante Erkenntnis: manche waren total relaxed, andere waren merklich etwas nervös, und gerade die „ganz ambitionierteren“ Teilnehmer wären liebend gerne gleich mal ohne Rückfrage ganz zu Beginn falsch abgebogen 😁. Vielleicht hätte ich den einen oder anderen einfach mal fahren lassen sollen …
Nachdem alle Teilnehmer die Zeitprüfung absolviert und den Beginn ihrer Routen gefunden hatten, sollte ich an beiden Tagen mit etwas Abstand auf der „Großen Route“ nach Roadbook hinterherfahren und Liegenbleibern zur Seite stehen.
Ja, es gab Liegenbleiber; glücklicherweise nicht allzu viele. Wenn ich richtig gezählt habe, waren es nur vier Fahrzeuge, die am Samstagabend nicht mehr aus eigener Kraft ins eigens reservierte Parkhaus rollen konnten.
Am Samstagabend fand dann im Kaisersaal des Rothenburger Rathauses eine grosse Galaveranstaltung mit Siegerehrung statt; nach einer zu kurzen Nacht wurde die Teilnehmer dann am Sonntagvormittag verabschiedet und nach letzten Aufräumarbeiten endete ein viertägiger Dauereinsatz mit zuwenig Schlaf, rund 650 gefahrenen Kilometern, einer heiseren Stimme und vielen neuen Erfahrungen.
Ja, es war anstrengend. Es hat Spaß gemacht. Ich würde sowas auch gerne nochmal machen – aber nicht in allernächster Zukunft. Und ob ich die 70. ASC-Deutschlandralley im kommenden Jahr als Teilnehmer mitfahren möchte? Mal sehen.



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