
… dachte ich mir beim Blick in die aktuelle Ausgabe Nr. 122 der Zeitschrift „Eisenbahn Geschichte“, der offiziellen Druckschrift der DGEG.
Dort ist ab Seite 48 unter dem Titel „aus eins mach zwei“ die Geschichte der Anfangs der 1940er Jahre bei MAN in Nürnberg gebauten Dieselschnelltriebwagen für die Türkei geschildert, von denen ein Doppeltriebwagen nach Kriegsende in zwei Einzeltriebwagen für deutsche Nebenbahnstrecken umgebaut worden ist.



Das auf der vorletzten Seite im Hintergrund erkennbare Gebäude „Schuhfabrik“ erstrahlt übrigens seit vielen Jahren in neuem Glanz und ist heute eines der schönsten Büro- und Veranstaltungsgebäude Nürnbergs … ich hatte dort viele Jahre lang meinen Schreibtisch …
Das Wort „Recycling“ kannte damals niemand.
MAN hat seinerzeit die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen, aus beschädigten und nicht mehr an den ursprüngliche Käufer auslieferbaren Fahrzeugfragmenten ein neues Produkt für einen doch deutlich anderen Einsatz zu erschaffen. So konnte Umsatz generiert werden und die stark zerstörte Fabrik bekam Arbeit.
Stichwort „Recycling“: Auch der Autor des Artikels „Aus eins mach zwei“ hat ein bisschen Recycling betrieben, indem er zunächst ganze Absätze aus dem Buch „150 Jahre Schienenfahrzeuge aus Nürnberg“ übernommen hat, um darauf aufbauend doch noch eine ganze Menge an (für mich) neuer Information zu liefern.
In meinem Archiv verfüge ich neben dem o.a. Buch auch über einen „M.A.N – Diesel-Triebwagen“ Originalprospekt aus den frühen 1950er Jahren, in welchem die „Türken“ prominent beschrieben sind – mittlere Reihe rechts (vgl. auch Blogeintrag aus dem Oktober 2021).












Der damals entweder in Arbeit befindliche oder sogar schon fertiggestellte „aus eins mach zwei Resteverwertungs-Umbau“ wird da aber interessanterweise mit keinem Wort erwähnt … war wohl nicht ganz so imageträchtig.


