Gadgetalarm: SoundPEATS Q – nein, so bitte nicht!

Ein neuer Test, heute mit einem InEar-Kopfhörer des Typs „SoundPEATS Q“, der im Prinzip der Bauform der Apple AirPods pro recht nahekommt. Mit einem Preis von um die 30 EUR unterbietet er die AirPods aber gewaltig … ob man das merkt, könnt Ihr nachfolgend nachlesen.

Die Verpackung ist – wie mittlerweile fast überall, schon aus Gründen der Versandkosten – relativ klein (92 x 103 x 41 mm) und leicht (knappe 110 g), wirkt aber dennoch nicht zu billig.

Im Innern finden sich:

  • mehrere Papierkärtchen sowie eine knappe mehrsprachige Bedienungsanleitung
  • ein kleiner Karton mit einem sehr kurzen (20 cm) USB2-auf-USB-C-Ladekabel sowie Silikonstopfen in verschiedenen Größen
  • ein weisses Ladecase mit den eigentlichen Ohrstöpseln

Lustigerweise ist es dem Hersteller sehr wichtig, mit einem beiliegenden Kärtchen auf ein „neues Logo“ hinzuweisen, und auch die „Ladehinweise“ finde ich etwas skurril.

Vor der Inbetriebnahme müssen die Ohrstöpsel von einem nur schlecht erkennbaren blauen „Isolationsaufkleber“ befreit werden.

Die Machart des Case sowie der Ohrstöpsel wirkt allerdings nicht besonders hochwertig (einfaches weisses Kunststoffmaterial). Die Ohrstöpsel wiegen im betriebsfertigen Zustand (als Paar) 9 g und sind damit deutlich leichter als typische In-Ears mit „Stäbchenform“ (als Vergleich herangezogen: die von mir auch schon getesteten „The VibesLab NuFlo“, diese wiegen 12,4 g)

Sitz im Gehörgang: Die „SoundPEATS Q“ lassen sich mit den beigefügten Silikonstopfen gut ins Ohr einpassen und sitzen aufgrund ihrer Bauform und ihres sehr geringen Gewichts wirklich gut, auch bei Bewegung. Für sportliche Betätigung halte ich nach wie vor In-Ears nach dem Muster der Apple BeatsFlex für sinnvoller, weil diese durch das Nackenband nicht so leicht verloren gehen können.

(4 von 5 Punkten)

Koppeln: das Koppeln war leider nicht ganz trivial – mein iPhone 12 wollte die Ohrstöpsel zunächst nicht erkennen. Der Trick besteht darin, die Stöpsel zum Koppeln NICHT aus dem Ladecase herauszunehmen; stattdessen muss ein fast unsichtbares Knöpfchen im Ladecase für drei Sekunden gedrückt gehalten werden – merkwürdige Vorgehensweise, funktioniert aber. Eine Verbindung zu mehreren Apple-Geräten (wie es die teuren Apple-Kopfhörer anbieten) ist nicht vorgesehen, und ein „HandOff“ ist auch nicht möglich.

(3 von 5 Punkten)

Klang: einmal platziert und gekoppelt, steht dem obligatorischen Hörtest nichts im Wege. Aber welche eine Enttäuschung! Im direkten Vergleich zu den bereits erwähnten „NuFlo“ fällt sofort ein flacher und höhenbetonter Klang auf – Bässe sind leider absolute Fehlanzeige, was sich auch bei Durchprobieren aller mitgelieferten Silikonstopfen nicht bessert. Das kann derselbe Hersteller eigentlich deutlich besser (siehe mein Blogbeitrag „SoundPEATS Sonic Wireless Ohrhörer“), aber hier lautet mein Urteil: „durchgefallen“!

Daher wird auch auf einen Test der Telefoniefunktion verzichtet – das kratzige Klangerlebnis ist schlicht und einfach unangenehm.

(1 von 5 Punkten)

Handhabung: wo Wettbewerbsprodukte eher zuwenig Bedienmöglichkeiten anbieten (mein Vergleichsprodukt „Stäbchen“ beispielsweise ermöglicht keine Lautstärkeregelung direkt am Headset, sondern erfordert immer den Griff ans Wiedergabegerät), bieten die „SoundPEATS Q“ deren fast zu viele, was anfangs zu Verwirrung führt. Dass man die Lautstärke jeweils durch Klick rechts in Einzelstufen erhöhen (und durch Klick links entsprechend verringern) kann, ist zwar nicht intuitiv, aber erlernbar. Es empfiehlt sich also, die Bedienungsanleitung einmal gründlich zu studieren und die Optionen durchzutesten. Anders formuliert: die „SoundPEATS Q“ erfordern vom Benutzer etwas Übung – hierfür einen halben Punkt Abzug.

(4,5 von 5 Punkten)

Verhalten im Betrieb: aufgrund der beschriebenen unterirdischen Klangqualität habe ich hier keine längeren Untersuchungen angestellt. Positiv ist zu erwähnen, dass das Ladecase sowohl über einen USB-C-Anschluß als auch über ein Induktivladegerät mit Energie versorgt werden kann … das finde ich sehr innovativ.

(3 von 5 Punkten)

Fazit: die „SoundPEATS Q“ könnten toll sein – wenn die Klangqualität denn stimmen würde. Der Preis ist günstig, die Bedienbarkeit gut, alles prima … aber es macht einfach keinen Spaß, darüber Musik oder Postcasts zu hören, weil die Wiedergabe dünn und kratzig daherkommt.

Schade, ausgesprochen schade.

15,5 von 25 Punkten in den Einzelwertungen … entspricht zwar 3,1 von 5 Punkten insgesamt … aber:

Aus meiner Sicht angesichts der zur Abwertung führenden Wiedergabequalität leider keine Kaufempfehlung.

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