Apple vs. Yamaha … gut und böse?

Ich hatte vor nahezu einem Jahr in einem  Artikel über das System Yamaha MusicCast berichtet … mittlerweile hat sich die Marktlage geändert, denn Apple hat mit dem HomePod mini ein hochattraktives Angebot ins Programm genommen, das ich im folgenden kurz beleuchten und den vorhandenen MusicCast 20 gegenüberstellen möchte.

Zum Zweck eines fairen Vergleiches habe ich also bei unterschiedlichen Händlern zwei Apple HomePod mini bestellt (einer schwarz, einer weiss), die auch kurz nacheinander eintrafen. Die Verpackung im Umkarton ist bei beiden vergleichbar: in einem größeren Karton liegt nebst etwas Füllmaterial ein kleiner kubischer Karton mit Aufreißbanderole, der von Apple als „Assembled in China“ gekennzeichnet ist.

In diesem wiederum befindet sich – weiss oder schwarz, je nach Variante – die eigentliche Verpackung des HomePod mini. Darin, wie man es von Apple gewohnt ist: appetitlich arrangiert,  dann das eigentliche Gerät nebst sehr dünner Dokumentation und einem USB-C-Steckernetzteil.

Hier kommt dann schon die erste Kritik: die mitgelieferte Doku ist mindestens für Leute mit Alterssichtigkeit nahezu unlesbar, und die Steckernetzteile fallen recht klobig aus, was beim Anschluß an eine Wandsteckdose dazu führt, dass ein Freiraum von fast 10 cm benötigt wird, will man das am HomePod fest angebrachte Kabel nicht scharf knicken und so beschädigen.

Die Inbetriebnahme selbst gestaltet sich sehr simpel – die HomePods übernehmen einfach die WLAN- und iCloud-Daten aus einem danebengehaltenen und per Foto identifizierten iPhone; einfach genial. Man sollte nur drauf achten, dass sich das iPhone auch wirklich im gewünschten WLAN befindet 😉

Auf dem iPhone ist die „Apple HomeKit“-App unbedingt erforderlich, um weitere Einstellungen vorzunehmen: Ändern des Gerätenamens, Anstoßen eines Firmware-Updates (war bei beiden Geräten umgehend erforderlich und erforderte jeweils ca. 350 MByte Download), und vor allem: Setup als „Stereo-Pärchen“. BTW … wie bei MusicCast ist auch hier ein Setup ohne Mobilgeräte nicht vorgesehen, es wird de facto ein modernes iPhone (oder iPad) benötigt.

Insbesondere auf die „Stereo“-Funktionalität war ich schon im Vorfeld sehr neugierig, und so habe ich einen direkten Vergleich zum bereits vorhandenen Setup des „MusicCast“-Stereosystems vorgenommen:

  • Einrichtung: ist bei MusicCast befriedigend, bei Apple sogar sehr gut gelöst (es lassen sich sogar per einfachem Klick die Zuordnungen R/L vertauschen)
  • Klangqualität: da bin ich echt überrascht. Die kleinen 8-cm-Kugeln spielen sehr motiviert und mit hellem klarem Klang auf, im direkten Vergleich zu den deutlich größeren Yamaha MusicCast 20 fehlt ihnen natürlich Bassvolumen … aber für Räume von 15 bis 20 m^2 sind die HomePod mini sicher gut geeignet. Da wären die „großen HomePod“ wirklich mal einen Direktvergleich wert …
  • Bedienung: beide Systeme haben ihren ihren jeweiligen Reiz. Während die Yamahas auch durch einfachen Tastendruck bedient werden können und in der Lage sind, Favoriten (z.B. Webradiosender) abzuspeichern, erfordert das Apple-System entweder die Mitwirkung eines iPhones oder eine Spracheingabe. Leider wird (das kostenpflichtige) Apple Music voraussetzt – Spotify, Amazon Music oder Webradio lässt sich per Sprache wohl nicht auswählen, sondern im Zweifelsfalle nur per AirPlay abspielen. Dafür ist bei Apple natürlich „Siri“ mit an Bord, die hier einige Tricks beherrscht (wie z.B. eine „Intercom“-Funktion für Sprachdurchsagen). Ergänzung 16.01.2021: mittels TuneIn lassen sich WebRadio-Favoriten auch per Sprachsteuerung auswählen, hierfür muss lediglich mit der ohnehin verknüpften Apple-ID eine kostenfreie Registrierung bei TuneIn erfolgen.

Mein Fazit: hätte es die HomePod mini schon vor einem Jahr gegeben, so wäre die Wahl vermutlich auf diese gefallen … wobei die Yamaha MusicCast 20 schon deutlich massiver und druckvoller aufspielen, aber auch fast das Doppelte kosten.

(Veröffentlichung: 15.01.2021, letztes Update 17.01.2021)

 

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