… was damit möglich ist, zeigt eine Meldung aus einem Bereich, den ich zunächst nicht vermutet hätte.
Der nicht ganz unbekannte polnische Hersteller von Eisenbahnfahrzeugen „NEWAG“ hat offenbar in seiner Steuerungssoftware Routinen eingebaut, die unter bestimmten Umständen den Betrieb seiner Produkte verunmöglichen.
So etwas gab es schonmal im PKW-Bereich bei Leasingfahrzeugen von Renault, seinerzeit hatte das einen massiven Shitstorm zur Folge und der Hersteller gelobte Besserung.
Dass Tesla per OTA („over-the-air-Update“) schonmal für Fahrzeuge im US-Katastrophengebiet die Ladebegrenzung der Akkus aufgehoben hat, um eine Flucht aus gefährdeten Gebieten zu ermöglichen, ist ein ähnlicher Sachverhalt, wenn auch mit positivem Absichtshintergrund.
Im Falle der NEWAG jedoch bin ich nun wirklich konsterniert. Eisenbahnfahrzeuge (und ihre Software) unterliegen doch üblicherweise sehr strengen Sicherheitsrichtlinien.
Wie kann da solch ein Unfug ungesehen hineinkommen?
Ist der Hersteller überhaupt noch ernstzunehmen? Der Name NEWAG dürfte in der Branche jetzt „verbrannt“ sein, zumindest großen Schaden genommen haben.
Das Thema „car security“ wird also nicht nur für Straßenfahrzeuge an Relevanz massiv gewinnen.
Wer hat das schon so auf dem Schirm?

