Soviele Artikel wie derzeit …

… hat es über Taiwan selten gegeben, stellt die FAZ fest – und das fällt auch mir schon seit geraumer Zeit auf.

Anlass dafür mögen die aktuellen Spannungen zwischen China und Taiwan sein, die aus unserer entfernten Sicht nicht wirklich nachvollziehbar sein mögen.

Beschäftigt man sich jedoch ein wenig mit der Historie, stellt man schnell fest, dass die von China angemeldeten Ansprüche eigentlich noch viel weniger belegbar sind als die Ansprüche Russlands auf die Krim, deren Annexion im Westen zwar einen Aufschrei erzeugt hat, ansonsten aber folgenlos geblieben ist.

Ich hatte mir vor vielen Jahren mal eine zeitliche Übersicht zur Geschichte Taiwans verschafft … und ehrlicherweise wäre Taiwan dann sogar eher noch als japanisches Anspruchsgebiet zu begreifen. Aber was weiss ich schon.

Das zunehmende publizistische Interesse an Taiwan freut mich dann aber doch; schließlich habe ich ja einen persönlichen und familiären Bezug zu dieser Insel, die kein Staat sein darf.

Nicht nur, dass die chinesischen Konfuzius-Institute im Westen aufgrund ihrer ideologischen Einflussnahme zunehmend kritisch gesehen werden und Taiwan seine Chance erkennt, in die sich bietende Lücke zu springen … nein, inzwischen erscheinen sogar Leitartikel, die den Umgang der westlichen Welt mit Taiwan thematisieren und hier ein Umdenken fordern.

Vielleicht hat die sich gerade herausbildende neue deutsche Bundesregierung ja tatsächlich den Mut, selbstbewusst Akzente zu setzen?

Und auch in der Literatur kommt Taiwan in Mode.

Zwei Bücher des Autors Stephan Thome* haben aktuell den Weg auf meinen Nachttisch gefunden:

  • Gebrauchsanweisung für Taiwan„* – dieses Werk ist brandaktuell, stammt aus dem Sommer 2021, und wird von mir uneingeschränkt empfohlen, um Land und Leute noch besser zu verstehen (und ich behaupte, ich habe da seit 1997 da schon einiges an eigenen Erfahrungen gesammelt!). Also, wer sich für Taiwan interessiert, dem sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt.
  • Und wer sich mittels dieser „Gebrauchsanweisung“ etwas mit der Historie des Eilands vertraut gemacht und Lust auf einen schönen Roman hat, der sollte sich „Pflaumenregen„* besorgen und zu Gemüte führen. Ein anspruchsvolles Buch, eine Familiensaga, zu deren Verständnis ein Grundwissen über die geschichtlichen Zusammenhänge hilfreich ist.

Ich wünsche eine anregende Lektüre!

(*Hinweis: die Bücherempfehlungen verweisen auf Amazon-Affiliate-Links; ein evtl. Kauf über diese Links ändert nichts am Preis, hilft mir aber beim Betrieb meiner Webseiten. Danke schonmal.)

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