Von NetAtmo über Aqara zu Eufy …

Vor wenigen Tagen schrieb ich, dass ich als Ersatz für allmählich versagende NetAtmo-Innenkameras ein Produkt des Herstellers Aqara ausprobiere – das habe ich mittlerweile getan und komme zum Ergebnis, dass die Aqara-Kamera G2H pro zwar ein tolles Stückchen Technik zum hochattraktiven Preis darstellt, aber leider doch meinen Anforderungen nicht entspricht.

Warum?

Ganz einfach: die vom Hersteller beworbene Einbindung in das Apple-HomeKit-System war zwar problemlos möglich; nur leider verliert diese Kamera trotz aktuellster Firmware immer wieder die Verbindung zum HomeKit.
Besonders merkwürdig: die Kamera selbst bleibt im WLAN online und ist über die Aqara-App auch immer sichtbar und steuerbar, aber die Verbindung zu HomeKit bricht zusammen und wird nur sporadisch nach teilweise stundenlangen Unterbrechungen wieder aufgebaut.

Das ist natürlich ungünstig und es scheint leider ein typisches Problem mit diesem Kameramodell zu sein, wie mir eine Internetrecherche dann nachträglich zeigte.

Blöd.

Aber es gibt ja – anders als es eine deutsche Bundeskanzlerin mal bemerkte – doch immer Alternativen. Eine davon: die Kamera Eufy E30, die eine halbe Preisklasse höher angesiedelt ist und keine ZigBee-Hub-Funktionalität mitbringt.

Auch diese Kamera wird schnell geliefert und ist recht zügig installiert. Aufpassen: die Einbindung in Apple HomeKit funktioniert erst, wenn die „Eufy-App“ des Herstellers installiert wurde und man in der App die Nutzung in HomeKit aktiviert (der übliche Weg über das Scannen des Konfigurationscodes in Apple Home schlägt mit kryptischen Fehlermeldungen fehl!).

Zweites Manko: die 4k-Auflösung der Kamera wird von HomeKit nicht unterstützt; hier schaltet die Kamera also auf 1080p zurück … aber das ist eine von Apple zu verantwortende Beschränkung.

Ansonsten: ebenfalls ein tolles Teil. Die Montage erfolgt zwar nicht ganz so einfach wie bei der Aqara-Kamera (die sich per Magnet auch an beliebigen Metallflächen festhält), sondern ggf. durch einen anzuschraubenden Sockel, aber dafür kann die Kamera doch noch deutlich mehr. Ein geeignetes Netzteil wird übrigens ebenfalls mitgeliefert.

Besonders spannend ist die intelligente selbständige Auswahl des Bildausschnittes: sobald die Kamera etwas Interessantes entdeckt, dreht sie ihr Objekt blitzschnell und lautlos so, dass das Geschehen in Bildmitte platziert wird.

Die Nutzung einer vorhandenen micro-SD-Karte ist ebenfalls möglich und sinnvoll.

Leider verlangt Eufy für die Nutzung des eigenen Clouddienstes Geld; aber man muss den Dienst ja nicht nutzen (ich tue das auch nicht, da ich komplett auf Apple HomeKit setze).

Nach drei Tagen Test beider Systeme kann ich konstatieren, dass die HomeKit-Einbindung der Eufy E30 (im Gegensatz zur Aquara-Kamera) stabil läuft. Damit steht der Sieger meines Vergleichs fest: die Eufy E30 wird dauerhaft übernommen, die Aqara G2H geht zurück.

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