Ich hatte letzthin beschrieben, daß meine alten NetAtmo-Kameras allmählich das Lebensende zu erreichen scheinen … dieser Tage bietet NetAtmo ein neues Modell namens „advance“ an, welches aber (trotz des Angebotes, alte „welcome“-Kameras in Zahlung zu nehmen) recht teuer daherkommt (Listenpreis EUR 249,-; Abzug bei Rückgabe einer „welcome“ immerhin EUR 50,-).
Also fällt der Blick auf Alternativen … und ich finde die Kamera „Aqara G2H pro“, die es im grossen Internetkaufhaus für einen sehr attraktiven Preis gibt (unter EUR 60,-).
Die Lieferung erfolgt gewohnt zügig, und ich bin beim Auspacken erstaunt, wie kompakt ein solches Gerät verpackt wird.




Der Packungsinhalt ist vollständig bis auf ein Netzteil – aber das war in der Produktbeschreibung ja auch so zu lesen und wird aufgrund des günstigen Preises zu tolerieren sein.
Tip: die vorhandenen Netzteile der defekten NetAtmo-Kameras passen perfekt!
Die Inbetriebnahme der Aqara G2H pro gelingt auch relativ schnell; allerdings muss man die Aqara-App dafür herunterladen und installieren. Auch eine Einbindung in Apple HomeKit ist problemlosh möglich – hier kommt allerdings die schlechte Dokumentation zum Tragen, denn das in Apple Home erscheinende Gerät „Sicherheit – System“ mit den vier Schaltstufen „Nacht / Anwesend / Abwesend / Aus“ ist nirgendwo beschrieben. Es handelt sich wohl um eine Anwesenheitserkennung, die als Alarmanlage nutzbar wäre … verwende ich erstmal nicht.
Spassig: die Kamera gibt ihre Statusmeldungen per Sprachausgabe (über einen integrierten Lautsprecher) von sich.
Die Packung enthält auch etwas Zubehör: eine Metallplatte, die an eine Wand geschraubt oder geklebt werden kann sowie ein USB-Anschlußkabel.
Beides nutze ich nicht. Stattdessen wird ein vorhandenes NetAtmo-Netzteil nahtlos weiterverwendet, und die Kamera hält mit ihrem Magnetfuß problemlos auf einem Metallregal.
Die Bildqualität ist im Vergleich zu den alten NetAtmo-Kameras tatsächlich sehr gut (bei Tag); die Nachtaufnahmen sind wie gewohnt grau-in-grau; allerdings verwendet die Aqara G2H pro unsichtbare IR-LEDs, die also keinen rötlichen Schimmer von sich geben.
Die Aqara-Software ist im Vergleich zu NetAtmo natürlich ziemlich primitiv, macht aber das Nötige. Nachdem die Einbindung in Apple HomeKit einfach geht, soll dies auch das Mittel der Wahl sein.
Nach drei Tagen stelle ich fest: grundsätzlich funktioniert das System recht gut. Allerdings meldet Apple HomeKit immer wieder mal „Kamera nicht erreichbar“, während die Aqara-App unbeirrt ein gültiges Kamerabild übermittelt. Nachdem dieses Verhalten auf vier Apple-Geräten (Mac, iPhone und iPad) ähnlich, aber immer unterschiedlich auftritt, halte ich dies für ein Problem innerhalb der Apple-Software – hoffentlich wird das bei einem der nächsten Updates gelöst.
Bonus: die kleine Aqara-Kamera hat sogar einen Steckplatz für die micro-SD-Karten der alten NetAtmo-Geräte und (extra-Bonus) ist in der Lage, eine Tag als Kurzfilm zusammenzufassen und zum Download bereitzustellen.
Fazit: da sieht NetAtmo mit den „welcome“-Geräten ja vergleichsweise alt aus – und ob deren hochpreisiges neues Kameramodell „advance“ den Preis rechtfertigt, wäre noch zu überprüfen.
Fortsetzung folgt.



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