Smart Home, nächster Gang

Ich hatte ja schon ab und an einige Beiträge zu „Smart Home“-Gadgets hier veröffentlicht -heute möchte ich Euch ein aktuelles Update geben.

Ich habe nämlich endlich etwas gefunden, wonach ich über ein Jahr lang gesucht hatte … 😉

Vorgeschichte: in meinem Arbeitszimmer gibt es eine bodentiefe Terrassentüre mit einem davor befindlichen Rolladen, der ursprünglich ganz ordinär mit einem Gurtband betätigt wurde.

Leider ist dieses Gurtband (gerade bei einem breiten und bodentiefen Fenster) ein typisches Verschleißteil, und nach dem zweiten gleichartigen Defekt kam der dringende Wunsch auf, stattdessen auf einen elektrischen Rolladenantrieb umzurüsten. Gedacht, getan: die Vorarbeiten hat mein Freund und Nachbar Paul im Corona-Sommer 2020 sehr zügig hinbekommen (Schlitze schlagen, zwei Dosen setzen, das ganze wieder zuputzen), und die hiesige Firma Wicklein hat dann den elektrischen Rolladenantrieb schnell und preiswert einsetzen können.

Prima. Toll.

Nur leider … das Ding hat halt einfach einen Doppelwippenschalter, den man drücken muss bzw. einrasten kann – aber leider keine Zeitsteuerung.

Noch in 2021 hatte ich bei meiner Recherche nichts passendes gefunden, was mir hier eine einfache Programmier- und Fernsteuermöglichkeit geboten hätte. Und ein teures proprietären System wollte und will ich nicht.

Im Jahr 2022 sieht das aber anders aus: bei Amazon gibt es nun einen „WLAN Rolladenschalter“ des chinesischen Herstellers „meross“, der für unter 30 EUR alle gewünschten Funktionen im Zusammenspiel mit Apple Home bieten soll.

Gesehen, bestellt.

Screenshot von der Amazon-Produktseite

Das Ding ist relativ schmucklos und kommt in einer kleinen weißen Pappschachtel. Die elektrischen Anschlüsse sind logisch und kaum zu verwechseln (Achtung: der Nulleiter wird benötigt!), einzig die mechanische Anbringung in einer Standard-Unterputzdose ließ mich kurz zweifeln. Meross setzt auf vier „Langlöcher“, die das Vorhandensein von entsprechenden Schraubgewinden in der UP-Dose voraussetzen. Hab ich die? Ja, immerhin zwei solcher Gewinde sind unter Putz und Farbe erkennbar, sollte reichen. Und man muss einfach wissen, dass man den edel aussehenden „meross“-Schalter zur Montage seiner aufgeklipsten Deckplatte berauben muss (wie bekommt man den im Falle eines Falles eigentlich zerstörungsfrei wieder demontiert?).

Die elektrische und mechanische Installation lief dann recht zügig ab, die Einbindung ins heimische WLAN auch. Allerdings musste hierfür die App des Anbieters heruntergeladen und ein Benutzerkonto angelegt werden, auch wenn die Programmierung und Bedienung hernach ausschließlich über Apple Home erfolgt – denn über die Hersteller-App werden Verstellwege und -zeitdauern angelernt.

So wird es dann möglich, den Rolladen per Sprachkommando „Hey Siri, setze Rolladen auf 30%“ auf z.B. „fast ganz geschlossen“ zu fahren. Genauso werden Zeitschaltungen oder „Szenarien“ möglich, wie sie Apple Home ja für alle möglichen Sensoren und Aktuatoren anbietet.

Sobald der Rolladenmotor angesteuert wird (egal, ob automatisch über ein Szenario, eine Zeitschaltung, einen Fernzugriff oder einen Tastendruck), wechselt das Bedienpanel von grün auf rot, und wenn die Endstellung erreicht ist, springt die Anzeige wieder auf Grün.

Ich bin bislang recht angetan, weiß aber natürlich noch nicht, wie die Langzeiterfahrungen mit diesem Ding aussehen werden.

Ggf. wird ein Update folgen … und wenn der WLAN-Schalter wider Erwarten nichts taugen sollte, kann ich innerhalb weniger Minuten wieder auf den bisherigen vollmechanischen Doppelwippenschalter zurückrüsten.

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