Anders als VW: Toyota setzt auf Wasserstoff-Technologie – Wirtschaft – nordbayern.de

Anders als VW: Toyota setzt auf Wasserstoff-Technologie – Wirtschaft – nordbayern.de
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5 Antworten auf “Anders als VW: Toyota setzt auf Wasserstoff-Technologie – Wirtschaft – nordbayern.de”

  1. Leider ist der Artikel nicht sehr genau. Neben Toyota ist auch Hyundai mit H2-Autos beschäftigt und macht dabei das bessere Angebot für den Preis. Außerdem spielt Daimler (bezogen auf Deutschland) an 3. Stelle mit. Auch wenn die Kleinserie nicht in den Verkauf kommt. Man kann sie inclusive Komplett-Service mieten. Muss dafür zwar normal einer Stadtverwaltung, einem Ministerium oder einer Firma angehören, die bei Daimler auf der Liste steht – oder vielleicht als Privatmensch online deutliches Interesse bekunden und etwas quängeln. Ich glaube kaum, dass das, wenn man es geschickt anstellt, ganz ohne Wirkung bleibt 😉

    Daneben gibt es die alte Effizienz-Frage, die ja auch im Heise-Artikel genüsslich breit getreten wird. Ich sehe die Sache etwas anders. Denn es gibt seit Jahren in Deutschland Überschussstrom aus Erneuerbaren, der nicht eingespeist werden kann, weil Kohle und Kernkraft die Leitungen blockieren. Einige Betreiber von Windparks produzieren bereits H2 in erheblichen Mengen klimaneutral und wissen nicht wohin damit. An anderen Stellen sind Elektrolyseure im Bau. Würde man die bereits existierenden Mengen CO2-freien H2s an die bereits bestehenden H2-Tankstellen liefern (64 derzeit, Tendenz steigend), dann wären mit einem Mal die H2-Autos, die dort tanken, klimaneutral – vielleicht noch nicht in der Produktion, aber im Verbrauch! Da auch Autos mit anderen Antrieben noch an ihrer CO2-Bilanz bei Herstellung basteln müssen, ist das im Moment kein Wettbewerbsnachteil. Von daher würde ich denen, die sichs leisten können und auf baldige Klimaneutralität Wert legen, empfehlen, sich ein solches Gefährt zuzulegen. Denn damit fördert man schon jetzt den Ausbau erneuerbarer Energien und verhilft ggf der H2-Technologie in Deutschland auf den Straßen und auch in anderen Bereichen zum Durchbruch. Dadurch entsteht ein dynastischer dynamischer Markt, der viele deutschen Firmen nutzt und ggf mit der Entstehung von Zehntausenden Arbeitsplätzen verbunden ist. Die H2-Wirtschaft in Deutschland geht sogar von 100.000 Arbeitsplätzen in wenigen Jahren aus, wenn die Rahmenbedingungen günstig sind.

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    1. Natürlich ist es ein dynamischer Markt. Da hat sich die Autokorrektur eingemischt und ich habe es nicht rechtzeitig bemerkt.

      Und ganz beiläufig würde eine solche Entwicklung auch Daimler helfen, aus seiner Ecke heraus zu kommen und seine H2-Autos zur Marktreife zu bringen.

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    2. Da bin ich ganz ähnlicher Meinung. Was will man denn wirklich haben: Dekarbonisierung, oder Effizienzmaximierung?? Toyota hat das vor Jahren wohl schon korrekt erkannt und ganz zielstrebig erarbeitet. Und die „führende deutsche Industrie“? Ein Trauerspiel …

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      1. Ich sehe das pragmatisch. Wenn es gelingt, schnellstmöglich den schon existierenden CO2-freien H2 an die schon vorhandenen H2-Tankstellen zu liefern und das entsprechend zu kommunizieren, dann kommt die gewünschte Dynamik von selbst. Denn Interessenten gibt es – auch solche, die es sich leisten können.

        Auch glaube ich persönlich, dass Daimler und BMW dann schnell aus der Deckung kommen. Und wenn VW derweil den elektrischen Massen-Markt bedient, ist das auch OK.

        Effizienz ist für mich zuerst praktisch und situativ – nicht theoretisch. Effizient ist jeweils die beste Lösung zum gegebenen Zeitpunkt. Und da ich ein großer Fan von nachhaltiger Dekarbinisierung bin, ist für mich H2 zum gegebenen Zeitpunkt die effizientere Alternative. 🙂

        Toyota – und ich denke auch Daimler – haben die Brennstoffzelle inzwischen so weit, dass sie nicht mehr Platin brauchen als für einen Katalysator. Seltene Erden sind nicht nötig. CO2-freien H2 gibt es schon mehr als Fahrzeuge, die ihn benötigen. Wenn Linde zum Beispiel einsteigt und das Zeug von A nach B bringen würde, statt es unnötig mit Dampfreformation zu erzeugen. Wenn ein paar Journalisten darüber berichten, ein paar Politiker anfangen, nachzudenken. Dann kommt die Sache schneller in Gang, als man sich derzeit vorstellen kann.

        Eine interessante Frage ist für mich, wie effektiv ein umgebauter Verbrennungsmotor H2 verwendet – im Vergleich zu Brennstoffzellen?

        Bisher war mein Wissensstand, dass Verbrennungsmotoren auch mit H2 nicht Schadstoff-frei fahren. Außerdem haben sie nur einen Wirkungsgrad von ca 30%. Kürzlich habe ich aber gelesen, dass einem Start-up angeblich gelungen ist, umgebaute Diesel Schadstoff-frei und bei etwa 50% zu betreiben. Es würde mich interessieren, Ihre Meinung dazu zu hören. – Wenn ich den Artikel finde, poste ich den Link. 😉

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