Ganz böses Foul bei NetAtmo!

Eine erschreckende Meldung wurde bei Heise publiziert

Die beliebte und ausserordentlich nutzerfreundliche Indoor-Überwachungskamera „Welcome“ des Herstellers „NetAtmo“ hat mindestens in einem bekanntgewordenen Fall ein massives Sicherheitsproblem: wenn ich die Beschreibung korrekt deute, rührt das wohl daher, dass der Hersteller „versehentlich“ zwei Kameras dieselbe ID zugewiesen hat und damit beide Kameras ihre jeweiligen Daten (aus verschiedenen Häusern unterschiedlicher Käufer) auf denselben Account speichern bzw. ausspielen.

Das ist aus Sicht des Datenschutzes ein Super-GAU.

Der im Heise-Artikel beschriebene Umgang des Herstellers mit der Information über diesen Fehler ist das Eine – hier wird eindeutig nicht schnell und professionell reagiert.

Was mich aber fast noch mehr beschäftigt: wie kann es eigentlich überhaupt passieren, dass zwei baugleichen Exemplaren dieser Kamera dieselbe ID zugewiesen wird und das auch bei keiner Kontrolle auffällt?

Ist das am Ende gar ein manueller Prozess? „Menschliches Versagen“ ist ja die häufigste Erklärung in solchen Fällen – das spräche aber gar nicht für eine Prozessfähigkeit dieses Kameraherstellers.

Das Heise-Team bleibt nach eigener Aussage an dem Thema dran, und ich werde deren Berichterstattung mitverfolgen – schon aus Eigeninteresse, denn ich habe auch einige dieser Kameras in Betreuung (und war bislang recht zufrieden damit … allerdings ist die älteste, seit rund sechs Jahren laufende Kamera mittlerweile mit sporadischen Aussetzern ausgefallen).

Eine Antwort auf „“

  1. Hallo in die Runde,

    natürlich darf so eine Datenpanne nicht passieren – und doch passiert es immer wieder. Warum?

    Weil es unfassbar schwer ist (eigentlich nicht möglich), Dinge so sicher zu machen, dass z.B. ein Hacker keine Chance hat. Denn es ist immer leichter nach Lücken zu suchen, also Dinge so zu konstruieren, das definitiv keine Lücken gefunden werden können. Dieses Beispiel passt hier zum Artikel zwar nicht exakt, veranschaulicht aber die Problematik.

    Weiteres Beispiel; es ist unglaublich schwer, sich (als Kind z.B. beim spielen) so zu verstecken, das „die anderen“ einen selbst nicht finden. Hingegen werden „die anderen“ es immer deutlich leichter haben, jemanden der Kinder zu finden. Liegt in der Natur der Sache.

    VG, Jürgen B.

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