Eine Ladeleistung von 75 Megawatt …

… bietet jede herkömmliche Diesel-Zapfsäule für LKW.

Mal schnell nachrechnen: lt. Wikipedia hat eine LKW-Zapfsäule einen Durchsatz von bis zu 130 l/min. Wir rechnen vereinfacht mit 120 l/min, entspricht 2 l/sec.

Der untere Heizwert von Dieselkraftstoff liegt bei ca. 37,4 MJ/l. Damit ergeben sich bei einer Zapfmenge von 2 l/sec immerhin grob gerechnet 75 MJ/sec.

Die Definition der Einheit „Watt“ lautet [W]=[J/sec].

Also liefert jede primitive Tanksäule für LKW rund 75 Megawatt und ermöglicht innerhalb von 10 Minuten das Füllen eines 1200-Liter-Tanks, mit dem ein 40-Tonner (unterstellter Verbrauch ca. 30 l/100 km) dann 4000 km weit fahren kann.

Ein Autohof an der Autobahn hat gerne zehn oder sogar zwanzig parallele Zapfstellen.

Elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge sollen künftig mit Ladeleistungen von doch immerhin maximal 3,75 MWatt „betankt“ werden können (also ein Zwanzigstel). Wie lange soll das dann dauern, selbst wenn der Wirkungsgrad des Fahrzeuges im Vergleich zum herkömmlichen Diesel um den Faktor 2 besser wäre?

Habe jetzt nur ich da ein Verständnisproblem, mal abgesehen davon, dass die Ladestationen mit Anschlussleistungen einiger -zig Megawatt ans Mittelspannungsnetz angeschlossen werden müssen?

Wieviel Kupfer wird da benötigt?

Hmmmm.

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