my mobile vita

Seit April 1984 bin ich legal und motorisiert auf den Strassen unterwegs … und in dieser Zeit sind mir etliche Fahrzeuge untergekommen, die ich mehr oder weniger gerne gefahren bin und die ich mehr oder weniger lange genutzt habe.

1984 – mit dem Golf fing alles an

VW Golf 1, ein viertüriges einfaches „Hausfrauenauto“, welches meiner Mutter gehörte und das ich ab und an ausleihen durfte.

Leider fiel dieser Wagen schon rasch einem Unfall zum Opfer…

Es folgte als erstes „eigenes“ Auto …

1984 .. 1986 – der „Fiat-Bomber“

Fiat 500 L, Baujahr 1970. Diesen Wagen übernahm ich im Sommer 1984 für ganze 100 DM von Bekannten meiner Tante aus Frankfurt. Schwarz mit der Rolle lackiert, in lausigem, verbeultem Zustand, fraß dieses Ding mein gesamtes Taschengeld als Oberstufenschüler. Aber gemeinsam mit meinem in dieser Hinsicht bereits vorbelasteten Schulfreund Achim lernte ich aufgrund der allfälligen Reparaturen die Technik rasch ganz gut kennen. Blöd nur, dass die Reparaturen kein Ende nahmen. Daher fiel während meiner Bundeswehrzeit die Entscheidung, vor dem anstehenden Studienbeginn den Fiat gegen ein anderes – zuverlässigeres – Auto auszutauschen. Der Verkauf fiel mir trotzdem schwer, und heute (rund 35 Jahre später) schaue ich jedem Fiat 500 aus den 50er bis 70er Jahren immer noch gerne hinterher. Hätte man damals gewußt, wie die Preise für diese Fahrzeuge mal abheben …

1986 .. 1987 – erster Neuwagen: Peugeot 205XRD

Das erste „Vernunftauto“ wurde im Mai 1986 ein dreitüriger Peugeot 205XRD, damals topaktuell, in elegantem anthrazitgrau-metallic.

Leider hatte dieses Fahrzeug einige Verarbeitungsmängel. Insbesondere die immer wieder hängenbleibende und quietschende / heißlaufende Bremse (vorne links / hinten rechts) stellte die Werkstatt offenbar vor unlösbare Probleme, so dass nach mehrfachen Reparaturversuchen und immer wiederkehrenden Reklamationen eine Wandlung anstand.

Von der Deutschlandzentrale des Herstellers Peugeot (damals in Saarbrücken) bekam ich also nach einem Termin mit dem Serviceleiter Maurice Scarabin als Ersatz im Juni 1987 gegen einen geringen Nutzungsausgleich erneut einen fabrikneuen …

1987 .. 1995 – dasselbe nochmal

Peugeot 205XRD, in weiß, mit großem Panoramaglasdach. Diesen Wagen hatte ich relativ lange, von 1987 bis 1995 – und bin ihn sehr gerne gefahren.

Zwar waren da auch etliche Mängel zu beklagen und Werkstattaufenthalte kamen immer wieder mal vor, aber ernsthaft hängengeblieben bin ich nur ein einzigesmal, direkt vor der Haustüre, als nach einigen Tagen Standzeit die hintere Bremse festgegangen war und so tatsächlich den Einsatz eines Abschleppwagens erforderlich machte. Rückblickend ist der Qualitätsunterschied zwischen den beiden „baugleichen“ 205ern immer noch sehr erstaunlich.
Na gut, irgendwann war es Zeit für einen Ersatz, und im Sommer 1995 war ich drauf und dran, einen gebrauchten Mercedes 300SE (W126) zu kaufen. Dieser Wagen stand bei der DB-Niederlassung in Saarbrücken zum Verkauf und hatte vorher einem Professor gedient. Gut, das war vielleicht eine nicht ganz so vernünftige Alternative; was mir aber auch gefiel, was der damals neu auf dem Markt erschienene Toyota RAV4 (XA1). Dieses Modell wollte ich bei einem Händler in Saarbrücken gerne zur Probe fahren, aber trotz zwanzigminütiger Herumsteherei im Showroom bequemte sich kein Verkäufer herbei. Toyota? Nein, dann halt nicht.
Übrigens sind die Peugeot 205 mittlerweile total aus dem Straßenbild verschwunden, erst recht die Dieselversionen. Seinerzeit waren das populäre und recht zügig zu bewegende Autos!

1995 .. 2003 – „der Rivale“, Peugeot 306

Daher fiel im Sommer 1995 die Wahl auf einen Peugeot 306 Roland Garros als Nachfolger für meinen in Zahlung gegebenen 205. Ich gab im August 1995 meinen 205 ab und bestellte beim (mittlerweile schon lange nicht mehr bestehenden) Autohaus Münzel in Nürnberg einen dunkelgrünen Zweitürer mit weißen Teilledersitzen, ABS und automatischer Klimaanlage (welch ein Luxus!).
Aber was ein Schock! Als mein Neuwagen Ende September 1995 geliefert wurde, handelte es sich bereits um ein Fahrzeug des Modelljahrganges 1996 – der hatte dann schon Vierkanal-ABS, kam dafür aber in einer hellgrün leuchtenden Metalliclackierung und mit einer unmöglichen Wegfahrsperre (Zahlentastatur vor dem Schalthebel). Ich war trotzdem froh, endlich wieder ein eigenes Auto zu haben und wir freundeten uns rasch an (trotz einiger lästiger Verarbeitungsmängel … so mussten nach sechs Monaten schon beide Frontscheinwerfer getauscht werden, da die Reflektoren ihre Beschichtung verloren). Ich legte die Wegfahrsperre still und fuhr auch diesen Wagen etliche Jahre. Genauer gesagt, bis wir im Jahr 2003 (Nachwuchs war gekommen, der Zweitürer wurde unpraktisch) einen VW Golf III Variant aus Familienbesitz übernehmen konnten. Der Peugeot wurde dann verkauft … eigentlich schade, denn die sind heute auch sehr selten geworden.

Peugeot 306 Roland Garros, mit Winterrädern – kurz vor dem Verkauf

2000 .. 2002 – ein Colt für alle Fälle

Im Jahr 2000 kauften wir als Zweitwagen einen Mitsubishi Colt aus erster Hand, aber mit Hagelschaden (technisch top, optisch flop – weil auch die rote Lackierung kräftig ausgeblichen war). Das war ein fantastischer einfacher und robuster Kleinwagen, sparsam und wirtschaftlich – aber wir brauchten ihn nicht wirklich und konnten ihn nach der Umstellung auf den EURO im Jahr 2002 sogar teurer verkaufen, als wir ihn eingekauft hatten. Zwischenzeitlich hatten wir ihn knapp zwei Jahre und waren damit auch auf großer Urlaubsfahrt. Dieser Wagen war mir ein überzeugender Beweis japanischer Qualität.

Ein kleiner Mitsubishi Colt, auf großer Alpentour

2003 .. 2004 – Golf III, schnell vorbei

Den übernommenen Golf III Variant hatten wir allerdings nicht lange – das Auto hatte zwei technische Probleme, mit denen die teure und inkompetente VW-Werkstatt überfordert war: nach längerer Fahrt ging die ABS-Leuchte an, und bei höherer Geschwindigkeit verlor das Automatikgetriebe Öl aus der Entlüftung. Nachdem ich dann den Wagen aus einer Regel-Inspektion zurückbekam, ölversaut, und ohne Rechnung (die wurde mir Tage später per Post nachgesandt und war unverschämt hoch), fiel der Entschluß: nie wieder VW.

VW Golf III Variant – da dachten wir noch: was ein tolles Auto!

2004 .. 2019 – Toyota RAV4, das Musterauto

Also wurden wir im Jahr 2004 aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem Mitsubishi Colt bei den japanischen Autohäusern in unserer Region vorstellig und erkundigten uns nach passenden Fahrzeugen. Der Mitsubishi Grandis gefiel uns zwar gut, war aber doch etwas zu groß, mit Automatikgetriebe leider nur mit einem nicht überzeugenden Benzinmotor lieferbar … und vom Innenraumkonzept her nicht das Wahre.
Da sah der etwas kompaktere Toyota Corolla Verso von innen schon besser aus, dessen Manko war nun allerdings das automatisierte mechanische Getriebe, welches nur ruckelig und unkomfortabel schaltete. Was hatte der Toyota-Händler denn sonst noch anzubieten? Richtig, vom RAV4 gab es ein neues Modell, frisch facegeliftet. Der wurde es dann auch: Toyota RAV4 (XA2) viertürig, nahezu Vollausstattung, Automatikgetriebe (klassisch – mit Wandler und Overdrive), schwarz.
Die Farbwahl entstand übrigens zufällig: mir hätte metallicblau gut gefallen, das kam für meine Frau partout nicht infrage. Der Händler hatte zwei Fahrzeuge im Zulauf – schwarz und silber; wir nahmen, was als erstes verfügbar war.
Der VW wurde in Zahlung gegeben, und den Toyota wollte ich fahren, bis es einer von uns beiden nicht mehr könnte.
Übrigens war dieser RAV4 mein bislang letzter Neuwagen.

Spritmonitor.de

Da war er noch ganz neu – unser treuer Toyota RAV4

seit 2015 … die Staatskarosse als Hobby

Im Winter 2014/2015 wurde ich übermütig – ich erinnerte mich an den Mercedes W126, den ich 1995 nicht gekauft hatte, und fing „spaßeshalber“ mit der Suche an. Nach einigen Besichtigungen und Probefahrten war klar: es muss für die Familie die lange Variante sein (also ein SEL, kein SE), Zweitserie, Zustand möglichst gut, Motorisierung zweitrangig – am liebsten wäre mir der kleine V8 gewesen, also ein 420SEL. Tatsächlich wurde es dann aber ein Mercedes 300SEL (W126.025) mit einer interessanten Historie und Ausstattung, den ich im Januar 2015 von einem Gynäkologen aus Gießen übernehmen konnte (Fahrzeugbeschreibung). Dieses Sammlerstück dient natürlich nicht als Alltagswagen.
Im Juni 2020 wurde die „H-Abnahme“ mit Bravour bestanden, jetzt handelt es sich auch offiziell um einen Oldtimer mit „H-Kennzeichen“.

Spritmonitor.de

Mercedes 300SEL – so findet er sich auch im Buch „99 Oldtimer…“

seit 2018 … eines der meistgeklauten Fahrzeuge Deutschlands

Den Toyota RAV4 hatte ich doch fahren wollen, so lange es geht … es kam dann aber anders – durch einen Todesfall im Familienkreis gelangte ich im Winter 2018/2019 an einen Mazda CX-5 (KE) mit Dieselmotor, ein sehr kräftiges und recht luxuriöses Reisefahrzeug für lange Strecken, in der Stadt allerdings vollkommen sinnlos, aufgrund der deutschen Dieselhysterie im Jahr 2019 auch kaum zu verkaufen. So ein Mist, also musste der Toyota nach reiflicher Überlegung weichen und es fand sich mit etwas Geduld auch ein passender Käufer. Rückblickend muss ich konstatieren, dass der Toyota das beste und anspruchsloseste Fahrzeug war, das ich je hatte, wobei daran sicher auch die betreuende Werkstatt ihren Anteil hatte.
Der CX-5 tut einstweilen treu seine Dienste. Leider sind die Versicherungsbeiträge deutlich höher als bei dem alten RAV4, was auch daran liegt, dass diese Wagen sehr einfach gestohlen werden können (von „keyless-go“-Systemen halte ich grundsätzlich gar nichts … die sparen dem Hersteller bares Geld, werden dem Kunden jedoch als meist aufpreispflichtiges Premium-Feature angedreht und sind unsicherer als jeder herkömmliche mechanische Schlüssel. Ähnliches gilt übrigens auch für die modernen Anzeigedisplays, die ein billiger Ersatz für die viel aufwändiger herzustellenden mechanischen Uhren, Skalen und Knöpfe sind …).

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Mazda CX-5 auf der Großglockner-Hochalpenstrasse

„alles außer Auto“

Was nicht vergessen werden sollte … es gibt natürlich auch Fahrzeuge, die nicht als „Auto“ gelten … die ersten Fahrversuche auf zwei (motorisierten) Rädern machte in den 1970/80er Jahren fast jeder Jugendliche auf Mofas und Mopeds von Freunden. Mir sind da in Erinnerung geblieben:

  • die Peugeot 103, die es in rot, grün, blau und orange gab … seinerzeit allgegenwärtig, heute vollkommen verschwunden. Das Bastlertuning war hier einfach und erstaunlich wirksam; die schnellste 103 aus unserem Ort schaffte gute 100 km/h anstelle der zugelassenen 25 km/h
  • die Hercules G3, die der Schulkamerad Michael L. damals hatte – die sah wirklich aus wie ein kleines Motorrad
  • die Honda PX – lustig, ein Mofa mit E-Starter – Ralf S. war der stolze Besitzer
  • Die Suzuki RV50, die der Schulfreund Gero M. hatte und tunte – das war ein unverwüstliches Gefährt, heute auch mit Sammlerstatus
  • die Yamaha RD80 von Mitschüler Bernd F. – ein stinkender, lauter Zweitakter in schnittigem Design, weiß-rot oder – bei Bernd – weiß-blau
  • … und viele andere, wie z.B. die Yamaha XS 400 von Klaus S. – das war aber ein richtiges Motorrad, kein Mofa, Moped oder Mokick.

Erst im Jahr 1999 – nach Reisen nach Asien und der dortigen Nutzung von 125er-Motorrollern – entschloß ich mich, für den Alltagsgebrauch auch auf weniger als vier Räder zu setzen. (Zur Erinnerung: in nahezu der gesamten Welt kann man mit einem Führerschein der Klasse B „PKW“ auch Zweiräder der 125-er-Klasse fahren – nur in Deutschland nicht, denn hierzulande gibt es eine Lobby, die hierfür den Erwerb eines Motorradführerscheines fordert).
Ich besuchte also eine Fahrschule und machte mit über dreißig Jahren noch den Motorradführerschein, den ich aufgrund meines Alters dann auch sofort „ohne Einschränkung“ ausgestellt bekam.

1999 .. 2013 – Zuverlässigkeit aus Asien

Im Sommer 1999 kaufte ich einen Kymco Spacer 125 – als Vorführfahrzeug war dieser Roller zwar schon ein Jahr alt, aber noch nie zugelassen gewesen. Bis ins Jahr 2012 war das ein absolut problemloses Fahrzeug, welches mich bei minimaler Wartung und jedem Wetter zuverlässig transportierte – und nicht nur mich, sondern im Extremfall auch noch zwei Bierkisten dazu, die sich auf den glatten Boden vor dem Sitz stapeln liessen. Eine irgendwann um 2007 aufgetretene Störung am Anlasser (Kohlen defekt) konnte relativ einfach behoben werden.
Wieder fünf Jahre später zeigte sich, dass die Batterie nicht mehr geladen wurde … auch nach Ersatz derselben trat keine Besserung ein. Grund war also ein Defekt der Lichtmaschine, was für mich bedeutete, dass die Zeit des Abschiednehmens gekommen war, denn Zeit und Gelegenheit, die hierfür erforderliche weitgehende Totalzerlegung des Triebwerkes selbst vorzunehmen, hatte ich nicht. So ging der Kymco nach einiger Zeit des provisorischen Betriebsbereithaltens (durch regelmäßiges externes Nachladen der Batterie) an Achim, der ihn kurzerhand instandsetzte („die do Reparatur war äähnfach!“) und an einen Nachbarn weitergab. Dort läuft er nach wie vor und hat angeblich bereits weit über 20 tkm auf dem Zähler …

Kymco Spacer 125 … billiger und zuverlässiger als die S-Bahn

seit 2013 … „Diva auf drei Rädern“

Im Jahr 2013 wollte ich dann etwas besseren Ersatz für den maladen Kymco, und nachdem Piaggio seit einigen Jahren mit dem MP3 ein interessantes Konzept vermarktete, war ich solch einen Roller als MP3 125 auch schon mal probegefahren. Boaah, teuer, lahm und schwer, im Vergleich zum wendigen Kymco-Roller. Da braucht es mehr Leistung!
Gesucht – gefunden – ein Piaggio MP3 400 RL aus 2007, wenig gelaufen, steht in Lindau am Bodensee zum Verkauf, nebst umfangreichem Zubehör.

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Piaggio MP3 400 RL – Diva auf drei Rädern

Seit März 2013 ergänzt dieses Fahrzeug nun den Fuhrpark und wird regelmäßig genutzt, wird allerdings seinem Ruf als „teure italienische Diva“ aber auch durchaus gerecht. Würde ich den nochmal kaufen? Hmmm … die Verarbeitung hat stellenweise schon ausgeprägte Mängel, und der Nutzwert ist tatsächlich deutlich geringer als beim Kymco: der Transport von Getränkekisten ist aufgrund des Mitteltunnels unmöglich, und durch die Breite und Schwere fehlt Wendigkeit in der Stadt. Dafür sind Überlandfahrten jetzt wesentlich angenehmer, und auch ein Ausflug zu zweit ist leichter und angenehmer möglich.

Letztes Update: 15.11.2020

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