Boxberg live erfahren …

Heute mal was ganz anderes … ein kurzer Bericht zu einer Promotionveranstaltung, an der ich am 26.10. teilnehmen konnte.

Irgendwann im Sommer stolperte ich irgendwo im Internet über den Hinweis auf eine vom Automobilhersteller Mazda geplante Veranstaltung zum neuen Mazda 3 mit dem „Skyactiv-X“-Motor; das ganze sollte unter dem Titel „Testen wie die Profis“ stattfinden. Klang spannend, also bewarb ich mich ohne große Hoffnungen, außer Reklame-eMails nochmals was davon zu hören.

Umso überraschter war ich, als tatsächlich eine Teilnahmebestätigung eintrudelte.

Also fuhr ich am Vormittag des 26.10. (nach dem ohnehin geplanten Wechsel auf Winterreifen) bei herrlichem Herbstwetter nach Boxberg, irgendwo in der Einöde hinter Bad Mergentheim gelegen. Die Firma Bosch unterhält dort ein Testgelände, welches ich noch nie selbst besucht hatte; von daher war ich ziemlich gespannt.

Nach dem recht formlosen Check-In gab es Kaffe, Getränke und ein Mittagsbuffet; gegen 13:15 h wurden dann aus den ca. 80 Teilnehmern vier Gruppen gebildet, die in abwechselnder Reihenfolge die Abschnitte „Schlechtwegestrecke“, „Steilwandfahren“, „kleiner Handlingparcours“, „großer Handlingparcous“, „Theorieteil“ und „Bremstest“ angingen.

Gefahren wurde in spontan gebildeten Zweierteams (danke, Christian: Du warst ein super Teampartner / Fahrer / Beifahrer), die sich immer wieder abwechselten; auch die Autos wurden durchgetauscht. Es standen rund vierzig Exemplare des Mazda 3 mit Skyaktiv-X-Motor (180 PS) in unterschiedliche Karosserievarianten zur Verfügung; die Instruktoren waren auf CX-5 unterwegs.

Tja – was soll ich sagen … es war ein kurzweiliger Nachmittag, und ich stelle zum wiederholten Male fest, dass ich mich als Fahrer meist besser fühle als als Beifahrer. Insbesondere der „Handlingparcours“ hat es echt in sich, und man glaubt nicht, dass ein kleines, modernes Auto mit ABS und ESP dermaßen quietschend und driftend um die Kurve bewegt werden kann (aufgrund der einschlägigen Nordschleifenvideos hätte ich eher einen plötzlichen „digitalen Abflug“ erwartet, wenn die Eingreifgrenze der Regelsysteme überschritten wird). Das war eine für mich eindrucksvolle Erfahrung, denn solche Kurvenfahrten kenne ich nur aus den 1990ern, als meine Autos noch Handschaltung und wenig Elektronik hatten.

Sicher spielt hier die Bereifung eine wesentliche Rolle – als Sponsor war die Firma Michelin mit einem Stand vertreten, und die Wagen waren dementsprechend bereift (was sicher nicht dem Serienzustand entspricht). Nach ein paar Runden im Handlingtest werden aber auch die Michelins dermaßen heiß, dass man sie nicht mehr anfassen kann.

Beeindruckend auch der „Bremstest“ – auf nassem Asphalt ist mit der richtigen Bereifung ein sehr kurzer Bremsweg drin (nach Aussage der Instruktoren in einem Bereich, der bis vor wenigen Jahren auf trockener Strasse üblich gewesen sei); und auf „Glatteis“ (nasser Fliesenboden) merkt man dann, wie die Physik die Grenzen setzt und die Systeme regeln. Unsicher fühlt man sich dabei aber nie.

Ein Erlebnis der besonderen Art: Fahrt durch die Steilwandkurve – mit 140 km/h ist die oberste Spur querkraftfrei, so dass man (theoretisch) freihändig fahren kann. Hatte ich bislang noch nie selbst gefahren – ein erstaunliches Gefühl. Ein Stopp zur Besichtigung der Steilkurve war natürlich auch drin; man fragt sich, wie sowas eigentlich asphaltiert wird.

Gegen 17:30 h war die Fahrveranstaltung zuende, und nach einem erneuten Griff ins Buffet ging’s nach Hause.

Ein erlebnisreicher Tag – und nach ein paar Tagen kam sogar noch unerwartete Post von Mazda: man stellt den Teilnehmern professionell angefertigte Fotos zu Verfügung, von denen ich einige hier in Ausschnitten zeige.

Ach so … fast vergessen: eigentlich ging es ja um den Mazda 3 mit dem neuartigen Antrieb … tja. Für mich wäre der Mazda 3 derzeit zu klein und zu eng, und die 180 PS des Motors habe ich nicht wirklich gefühlt. Aber die Verarbeitung der Fahrzeuge wirkt sehr hochwertig, und die Qualitäten des Fahrwerkes im Handling und Bremstest haben mich überrascht. Durch ihr eigenständiges Design sowie den Sonderweg im Motorenbau bleibt Mazda eine spannende Marke mit Wiedererkennungswert im globalen Wettbewerb – ganz anders als VW mit seinen etlichen „Schwestermarken“.

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